Besuch Altenheim für Gehörlose
Sep
Am 19. Juli und 15. August fand die Stadtpilgertour in Stralsund in Gebärdensprache statt.
Stadtpilgertour? Was ist das? Wir pilgerten auf dem Birgittenweg durch 8 Kirchen (ev. und kath.) und Klöster in Stralsund.
Wir starteten in der Pilgerkapelle der Kulturkirche St. Jakobi mit einer kurzen Einführung und starteten dann unsere Tour durch die Altstadt Stralsunds.
Im Heilgeistkloster hörten wir Interessantes über mittelalterliche Hospitäler.
Dann ging es weiter zum Johanniskloster mit seiner Chorruine, der Pieta nach einem Entwurf von Ernst Barlach und der Gedenkstele für die jüdische Synagoge, die in den Novemberprogromen 1938 zerstört wurde.
In der St. Nikolaikirche in Stralsund konnte jeder eine Sehenswürdigkeit suchen, die dann später erklärt wurde.
In der Marienkirche beteten wir das Versöhnungsgebet von Coventry und bestiegen wir den Kirchturm.
Die Pilgertour klang aus mit einem Kaffeetrinken und Austausch in der kath. Kirche Heilige Dreifaltigkeit Stralsund.
Herzlichen Dank für die Bereitstellung der Fotos an Claudia Turkalj, Gero Scholtz und Elisabeth Andersohn.
Hier folgt eine Transkription des Videos über die Erfahrungen auf der Stadtpilgertour.
Stadt-Pilger-Tour durch evangelische und katholische Kirchen in Stralsund
Am Freitag, dem 15. August haben wir bei einer Stadt-Pilger-Tour / Stadt-Führung durch viele Stralsunder Kirchen mitgemacht.
Um 11:30 Uhr haben wir uns alle mit der Pfarrerin und der Gebärdensprachdolmetscherin getroffen. 6 gehörlose, schwerhörige und gehörlose Gäste waren gekommen.
Wir sind dann zusammen zu ganz vielen Orten gegangen, zu denen die Pfarrerin interessante Informationen erzählt hat. Das war sehr schön. Es waren viele Infos dabei, die wirklich überraschend waren und die wir vorher noch nicht wussten. Es ging zum Beispiel um die Stadt-Gründung, warum Stralsund Welt-Kultur-Erbe geworden ist, wo was renoviert wurde, dass zuerst in der Stadt einiges abgerissen werden sollte, sich dann aber doch dazu entschieden wurde, es wieder neu aufzubauen und es zu bewahren, usw.
Wir haben zusammen evangelische und auch katholische Kirchen besichtigt.
Eigentlich war die Tour bis 15:30 Uhr geplant, aber es ging dann noch bis nach 17:00 Uhr.
Es war eine schöne Führung. Interessant war auch, dass wir alle einen Pilger-Pass bekommen haben (den könnt ihr hier im Video unter dem QR-Code sehen). Wenn wir in die Kirchen gegangen sind, die auf dem Pilger-Pass stehen, haben wir dafür einen Stempel auf den Pilger-Pass bekommen. So konnten wir viele Stempel sammeln.
Insgesamt haben wir 8 Orte besucht. Wir konnten auch auf den Turm der Marien-Kirche steigen. Das waren 366 Stufen. Da mussten wir schon fit sein. Von dem Turm aus hatten wir eine wunderschöne Aussicht über die Stadt. Wir konnten sogar den Bahnhof Stralsund und den Rügendamm sehen (Brücke, die von Stralsund über das Wasser nach Rügen geht) und bis zu den Inseln Rügen und Hiddensee schauen.
Wir waren froh und erleichtert, dass das Wetter so gut war und wir deshalb eine so gute Sicht hatten.
Das wäre bestimmt auch ein toller Ausblick, um den Sonnenuntergang zu sehen.
Wenn ihr Interesse habt, auch mal bei so einer Stadt-Pilger-Tour dabei zu sein, ist das nächstes Jahr wieder möglich. Im Gemeindebrief wird es wieder Termine und ein Programm geben.
Nächstes Jahr, also 2026, wird es bestimmt auch wieder 2 Termine als Angebot geben. Wenn ihr Interesse habt und das Datum gut für euch passt, könnt ihr euch dann anmelden (und vielleicht auch euren Urlaub so planen).
Wahrscheinlich wird die Stadt-Pilger-Tour dann auch einen ganzen Tag lang gehen mit Mittagessen und Kaffee und Kuchen mit dabei. Weil wir haben schon gemerkt, dass von 11:30 Uhr bis 17:00 Uhr die Zeit sehr knapp war. Wir mussten deshalb sogar eine Kirche weglassen.
Es war wirklich ein schöner Tag!
Gero Scholtz und Claudia Turkalj